News aus der Tonwelt

Erstellt von Markus Hausmann am Samstag 21. August 2010

Hallo Welt! Nach längerer Zeit des Schweigens melde ich mich wieder zurück. Grund: es gibt ein neues Tonstudio am Musikhimmel von Berlin. Die langjährige und erfolgreiche Kooperation mit Heino Jacke in Sachen Komposition mündete nun in einer festen Zusammenarbeit.

Unter dem Namen Schriftzug SoundsINN wird jetzt fleißig komponiert für Film, TV und Werbung. Die Vorbereitungen begannen schon Ende April 2010 und im Mai erfolgte der Einzug. Das brachte nun so viel Arbeit mit sich, dass für´s bloggen keine Zeit mehr blieb. Nun sind die grundlegenden technischen Dinge erledigt und auch die neue Homepage ist fertig, so dass ich auch hier wieder loslegen kann.

Noch was zum Studio: wir sind in die Geschäftsräume von pre and post, einer Pre – und Postproduction – Firma (sagt ja schon der Name!) eingezogen. Hier werkeln auch noch Spezialisten für Animation (pixelapparat), für Video-Formatwandlung (eyeres) und einige Autoren. Wir haben also alle was mit Film + TV zu tun und das ergibt spannende Synergien. Das Studio ist für unsere eigene kompositorische Tätigkeit ausgelegt. Auf große Aufnahmeräume haben wir bewusst verzichtet, eine kleine Sprachkabine reicht uns völlig aus, da wir hier keine Bands produzieren werden. Auch reine Vermietungsjobs sind nicht geplant. Also nur für unsere eigenen Zwecke, das schafft viel Freiraum für’s Wesentliche, da nur das Endergebnis zählt.

So, das war’s mal wieder für’s erste. Wer mehr über das Studio erfahren will, guckt hier. Bis dann.

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Pegel 3: richtig aussteuern digital

Erstellt von Markus Hausmann am Montag 14. Juni 2010

Vorweg: zum besseren Verständnis solltest du meinen Beitrag “richtig aussteuern analog” gelesen haben. Wie dort schon erwähnt, werden die Grenzen des Pegels nach unten vom Grundrauschen und nach oben hin von der Übersteuerung festgelegt. Allerdings liegen diese Grenzen bei digitalen Signalen woanders. Um das zu verstehen müssen wir uns verdeutlichen, wie “digital” funktioniert. Gehen wir von folgendem Beispiel aus:

Mikrofon     ——->  digitales Mischpult ——-> Lautsprecher

Das Mikro liefert uns einen Ton (analoges Signal). Am Eingang des Mischpultes wird dieser Ton durch einen AD-Wandler (Analog – Digitalwandler) in Bits + Bytes zerlegt, also computerfresstbare Daten. Lauter Nullen und Einsen. Dafür nimmt der AD-Wandler mehrere tausend Mal pro Sekunde Maß an dem Ton und uns schreibt diese Werte auf. Als Ergebnis haben wir nun einen Datenstrom, mit dem man weiterarbeiten kann. Wie oft der AD-Wandler Maß nimmt bestimmt die Samplingfrequenz. Liegt diese bei 44,1 kHz, misst er also 44100 Mal pro Sekunde.

Im Mischpult kann man nun mit diesen Daten Pingpong spielen, denn alle Operationen wie EQ, Kompressor, Lautstärke, etc sind jetzt nur noch Rechenoperationen. Damit wir unseren im Mischpult bearbeiteten Ton auch anhören können, durchläuft er am Ausgang des Mischpultes einen DA-Wandler (Digital-Analog-Wandler). Der arbeitet spiegelbildlich zum AD-Wandler und bastelt so wieder einen analogen Ton aus den ganzen Nullen und Einsen. Dieser Ton geht nun zum Lautsprecher und wir können ihn hören.

Der Segen dieser Technik, die große Freiheit in der Signalbearbeitung durch die Digitalisierung, ist zugleich auch ihr Fluch, denn dieses System verhält sich ganz anders, als die Analogtechnik. Einerseits gewinnen wir viel Luft nach unten hin, da das Grundrauschen hier meist viel geringer ist, andererseits sind Übersteuerungen tötlich! Der AD-Wandler schneidet alles radikal ab, was seine technische Obergrenze von 0dB überschreitet. So wird aus einem sinusförmigen Signal schnell ein Rechtecksignal. Das hat verheerende Wirkung für den Klang: man hört sofort heftiges Kratzen und Knacken. Ein digital übersteuertes Signal ist somit unbrauchbar.

Für die Praxis heißt das: sehr sorgfältig auf den Pegel achten! Lasse immer mindestens 12dB Luft nach oben hin.

Andererseits ist es genauso falsch aus Angst vor Übersteuerung zu niedrig auszusteuern. Das Prinzip der Digitalisierung bedingt, dass je leiser ein Signal wird, desto geringer auch die Bitrate der Übertragung wird. So können besonders leise Signale förmlich “zerbröseln”. Jeder, der schon einmal ein 8-Bit-Signal gehört hat, weiß was ich meine. Jeder angesteuerte Effekt im digitalen Mischpult fügt dann eher Brösel hinzu, statt Verbesserungen.

Das führt zu folgende Strategie: sorge dafür, dass du schon im Input (Gain) einen guten hohen Pegel hast. Fahre die Kanäle hoch aus, damit alle internen und / oder externen Effekte voll ausgesteuert werden, ebenso die Subgroups. Erst am Ausgang kannst du den Pegel reduzieren, falls nötig, z.B. im Livebetrieb um dem Publikum nicht die Ohren wegzuhauen, oder eventuelle Aufzeichnungsgeräte nicht zu übersteuern. Mache regen Gebrauch von der SOLO-Funktion (falls vorhanden) um den Pegel jeder Zeit zu  checken.

So, das war´s mal wieder. Hat dir der Artikel gefallen? Hast du Anregungen, Fragen? Dann kommentiere hier direkt unter diesem Artikel.

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Digitale Dividende

Erstellt von Markus Hausmann am Freitag 28. Mai 2010

Seit der Neuordnung der Funkfrequenzen durch die Bundesnetzagentur geistert dieser Begriff durch die Technikwelt. Als Tecki sollte man ihn kennen. Was ist das also?

Unter digitaler Dividende versteht man die Frequenzbänder, die durch die Digitalisierung der TV-Sender (DVB-T) “frei” geworden sind. Ein DVB-T – Signal benötigt nur einen Bruchteil der Bandbreite, die ein vergleichbares analoges TV-Signal braucht. Dadurch sind im ganzen Frequenzband Lücken entstanden, die durch neue Sender gefüllt werden können und wurden. Seit Einführung des digitalen Rundfunks sind deutlich mehr digitale Hörfunk- und TV-Programme im Äther unterwegs, als vorher und immer noch sind große Bereiche im UHF-Band von 790 – 862 MHz frei.

Um diese Bänder wurde nun heftig gekämpft. Die digitale Dividende wurde somit zum Zankapfel, den am Ende die Mobilfunker gewannen, auch weil sie einen Versorgungsauftrag mit Internetzugängen haben, den sie in den ländlichen Regionen mit Kabelanschlüssen kaum gewährleisten können. Daher ihr großes Interesse an der digitalen Dividende.

Die Bundesnetzagentur hat nun die Bereiche der digitalen Dividende versteigert. Das Verfahren wurde am 20.05.2010 beendet und das Ergebnis könnt ihr in meinem Beitrag Neuordnung der Frequenzen nachlesen.

Es gibt zu diesem Thema auch interessante Beiträge bei Wikipedia, oder auch bei LTEmobile, auf die ich mich hier auch teilweise bezogen habe.

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Neuordnung der Funkfrequenzen

Erstellt von Markus Hausmann am Freitag 28. Mai 2010

Am 20.05.2010 wurde das Versteigerungsverfahren durch die Bundesnetzagentur der Funkfrequenzen in den Bereichen 800 MHz, 1,8 GHz, 2 GHz, 2,6 GHz für den drahtlosen Netzzugang zum Angebot von Telekommunikationsdiensten beendet. In diesen Bereichen werden künftig die Mobil- und TV-Funker rumhupen und für uns Teckies heißt das wir müssen mit unseren Funkmikros auf andere Frequenzen ausweichen. Dafür wurden von der Bundesnetzagentur die Frequenzbereiche von 470 – 790 MHz neu geordnet. Waren diese Bereiche bisher hauptsächlich den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten vorbehalten, sollen sich dort nun alle Funkmikros tummeln.

Das neue Raster sieht dann so aus:

470 – 710 MHz (Kanäle 21 – 50): Rundfunkanstalten (öffentlich-rechtliche ~ und private ~)

710 – 790 MHz (Kanäle 51 – 60): Professionelle drahtlose Produktionen außerhalb des Rundfunks

470 – 790 MHz (Kanäle 21 – 60): Ortsfeste Nutzungen (z. B. Theater, Freilichtbühnen, Stadthallen)

Für diese Veränderungen gibt es eine Art “Übergangsphase” bis zum 31.12.2015, während der die bisherigen Frequenzbereiche weiter kostenfrei genutzt werden können. In der Präsidentenkammerentscheidung der Bundesnetzagentur vom 12.10.2009 heißt es dazu:

Darüber hinaus sind die Frequenzbereiche 790 – 814 MHz und 838 – 862 MHz durch die Amtsblatlverfügung 91/2005 für Funkmikrofone für professionelle Nutzungen mit einer maximal zulässigen äquivalenten Strahlungsleistung von 50 mW ERP allgemein zugeteilt worden. Die Allgemeinzuteilung ist am 01.01.2006 in Kraft getreten.

Die Allgemeinzuteilung ist bis zum 31.12.2015 befristet. Eine Nutzung der Frequenzen für den drahtlosen Netzzugang zum Angebot von Telekommunikationsdiensten ist aber schon vor Auslaufen der Allgemeinzuteilung möglich. Die Allgemeinzuteilung enthält insoweit den ausdrücklichen Hinweis, dass die Frequenzen auch durch andere Funkanwendungen genutzt werden können. Die aufgrund der Allgemeinzuteilung betriebenen Funkmikrofone in Bereich 800 MHz können zukünftig mit der Nutzung der Frequenzen für den drahtlosen Netzzugang gestört werden. Diese Störungen müssen jedoch aufgrund des nachrangigen Status der Allgemeinzuteilung hingenommen werden. Die Kammer weist jedoch darauf hin, dass die Netzbetreiber aufgrund der Verpflichtung nach Punkt IV.4.5 dieser Entscheidung
zunächst die „ländlichen Regionen” versorgen müssen. Da die überwiegende Nutzung der Funkmikrofone jedoch in den Ballungsgebieten erfolgt, ist mit möglichen Beeinträchtigungen der Mehrzahl der Funkmikrofone, wenn überhaupt, erst mit einem entsprechenden zeitlichen Versatz zu rechnen.

Der volle Text ist hier zu lesen. Veröffentlicht auf der Website der Bundesnetzagentur.

Das klingt erst einmal nicht sehr prickelnd! Man scheint darauf zu pokern, dass es keine Probleme geben wird. Hauptsache die Mobilfunker haben freie Bahn, sie haben ja mit Milliarden Euronen gewunken. Die Veranstaltungsbranche hat das Nachsehen, denn wie heißt es oben so schön: “Diese Störungen müssen jedoch aufgrund des nachrangigen Status der Allgemeinzuteilung hingenommen werden.” Von den Kosten für die Umrüstung bestehender Funkmikroanlagen, oder gar Neukauf wegen Nichtumrüstbarkeit möchte ich gar nicht erst reden.

Lösungsansätze?

Nun ja, 5 Jahre sind eine lange Zeit. Laut dem Hersteller Shure sind Störungen vorerst nicht zu erwarten, da die Netzbetreiber frühestens 2012 in den neuen Bändern anfangen zu hupen. Auch geht es hier überwiegend um Versorgung mit mobilem Internet, hauptsächlich für die Regionen, in denen eine Kabelversorgung zu teuer ist. Daher wurde von der Bundesnetzagentur ein 4-Stufenplan festgelegt (Präsidentenkammer-entscheidung, Seite 6), nachdem die Mobilfunker erst in den ländlichen Regionen beginnen, dann die Kleinstädte, mittleren Städte und erst zum Schluss die Ballungsräume beglücken.

Auch ein Frühzeitiges Ausweichen auf die neuen Frequenzen macht wohl keinen Sinn, da sie z. Z. noch kostenpflichtig sind, also Einzellizenzen gekauft werden müssen.

Laut Shure ist nur für die aktuellen Funkstrecken ein Umbau möglich (z. B.: UR4D: 350,- €), aber man sollte sich überlegen ob das jetzt schon Sinn macht. Wie gesagt: vor 2012 wird gar nix passieren und danach muss man sehen, ob überhaupt Störungen auftreten. Also Scanner anschmeißen und gucken was da kommt. 2015 sind mit Sicherheit schon Nachfolgemodelle auf dem Markt. Wer nicht jetzt neu kaufen muss sollte lieber warten.

So, wer sich noch dafür interessiert, was sich wer unter den Nagel gerissen hat wird hier fündig: Ergebnis der Auktion
Die genaue Zuweisung der einzelnen Frequenzen steht noch aus. 4,38 Mrd € sind schon eine fette Summe für diese Frequenzen. Da muss man schon ein dickes Geschäft wittern …

Wenn jemand hierzu neue Infos hat, bitte hier kommentieren, oder mit mir direkt Kontakt aufnehemen. Danke.

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HD-Recording 1: Windows XP richtig installieren

Erstellt von Markus Hausmann am Freitag 7. Mai 2010

Wer sich einen funktionierenden Audio-PC aufbauen will, steht schnell vor einigen Problemen. Da nimmt man sein ganzes Geld zusammen, kauft irgendwelche Hardware, von der der Verkäufer gesagt hat “Det Teil is richtig heiß!”, obwohl er selbst nicht einmal weiß, was HD-Recording überhaupt ist, schrantz das Windows und die Programme drauf, nur um dann festzustellen, dass nix funzt! Oder hat man gar bei einer großen Elektromarktkette zugeschlagen, stehen die Chancen 70 / 30 dass der Sequenzer Schluckbeschwerden kriegt. Au weiah! Und nu?

Genauso liest man in vielen Foren immer wieder Beiträge, wie: ” … dieses Update (>>ein bekannter großer Sequenzer<<) ist totele SCHXXXXXX!! Seit das Update drauf ist läuft nix mehr! Alles Müll!”

Wer kennt das nicht? Sind die Softwarehersteller wirklich so blöde ungetestete Updates rauszuhauen? Nein! Zu 98% liegen die Ursachen beim User. Die restlichen 2% verteilen sich auf Hardwarefehler, Inkompatibilitäten und echte Hardwaredefekte.  Äußerst selten nur gibt es so grobe Bugs, dass ganze Rechnersysteme den Löffel abgeben. Das ist heute so unwahrscheinlich wie ein Sechser im Lotto. Man muss schon fast ein Experte werden, um einen funktionierenden Audio-PC aufbauen zu können. Damit also der Adrenalin-Spiegel in Zukunft etwas niedriger ausfallen kann und auch die Testosteron-Kommentare weniger werden habe ich mich entschlossen eine Beitragsserie zum Audio-PC zu schreiben.

Viele Fehler werden schon ganz am Anfang gemacht, beim Installalieren des Windows. Aber für einen guten Audio-PC ist die richtige Installation des Betriebssystems enorm wichtig. Hier gemachte Fehler können das gesamte System unbrauchbar machen, auch wenn man das vielleicht nicht sofort bemerkt. Daher dreht sich der erste Beitrag nur um dieses Thema. Bei Winfuture und Szene1.at gibt es auch sehr interessante Beiträge dazu. Teilweise beziehe ich mich auch darauf.

Die Vorbereitung

Jeder, der schon mal Windows installiert hat, kennt diverse Fehlermeldungen und Abbrüche. Die richtige Systematik ist dabei enorm wichtig. Ich folge weitestgehend der Winfuture-Anleitung, also hier meine Empfehlung:

  1. Aktuelle Treiber

    Besorge dir übers Internet alle aktuellen Treiber zu deiner Hardware: Mainboard, Graphigkarte, Audiotreiber, Netzwerktreiber, Druckertreiber, etc. Wenn mitten in dem Installationsprozess plötzlich ein Treiber fehlt, ist das schnell ein echtes Problem. Oft erkennt Windows nämlich die Netzwerkkarte nicht. Hast du dann keinen zweiten Rechner mit Internetzugang parat, kommst du nicht an aktuelle Treiber ran. WICHTIG: Kopiere dir die SATA- und die Netzwerktreiber auf eine Diskette, wenn du nicht mit einer eigenen Installations-CD (siehe 2.) arbeiten willst.

  2. Installations-CD

    Erstelle dir  eine Installations-CD mit nLite, oder XP-Isobuilder. Das sind 2 Programme mit denen man Service-Packs und Treiber in das Betriebssystem integrieren kann. Außerdem kannst du schon ein paar Voreinstellungen machen, wie: Systemleistung für Hintergrunddienste optimieren, Systemwiederherstellung abschalten, Fehlerberichterstattung auschalten, oder den Lizenzkey eingeben, etc. Ebenso kann man eine komplett automatische Installation erstellen (“unattended”, ohne irgendwelche Abfragen).Die Integration von Treibern ist besonders sinnvoll. Heute sind SATA-Platten üblich. Die laufen aber ohne Treiber nicht und werden so bei der Installation nicht erkannt. Und nicht jeder PC hat heute noch ein Diskettenlaufwerk, um den Treiber während der Installation draufzuschranzen.
    Service-Packs sollten ebenfalls integriert werden. Es ist ein erheblicher Unterschied, ob man sie gleich mit installiert, oder nachträglich aufspielt. Windows läuft dann einfach schneller und stabiler. Auch wurden zumindest bei XP mit den Service-Packs neue Funktionen nachgerüstet, besonders im Sicherheitsbereich. Du kannst dir die Service-Packs komplett bei z.B. Winfuture downloaden. Das Einrichten von Benutzerkonten ist auch hier mit dem XP-Isobuilder ganz einfach. Soll dein PC ans Internet, ist dieser Punkt besonders wichtig. Dazu aber an anderer Stelle (weiter unten) mehr.

  3. HD- Aufteilung

    Mach dir einen Plan über die Festplattenaufteilung. Ein guter Audio-PC braucht heute sehr viel HD-Platz. 1 Terrabyte ist da bei den umfangreichen Soundlibraries keine Seltenheit mehr. Auch sollten es mehrere HDs sein. Warum? Sounddaten (Audiofiles, Samples) sind sehr stressig für eine Festplatte. Wenn du dann vielleicht im Kontakt auch noch das Streaming eingeschaltet hast, hat diese HD jetzt viel zu tun. Soll sie auch noch gleichzeitig von einer anderen Partition Programmdaten lesen und schreiben, ist schnell Schluss. Bei modernen MBs sind die Bussysteme heute leistungsfähig genug, um mehrere HDs gleichzeitig unter Vollast zu bedienen. Der Flaschenhals liegt also eher bei den Festplatten, als beim Bussystem. Deswegen sollte man auch möglichst schnelle HDs verbauen. Hier mein Vorschlag:

    • 1 für Betriebssystem, Programme ca. 30 GB und Songs, ca. 200 -300 GB
    • 1 für die Sounds und Samples mindestens 300 GB
    • 1 für Backups, am Besten extern, 500 GB, besser mehr

    Die Größen hängen natürlich von deinen Bedürfnissen ab. Wenn du mit z.B. der Vienna-Library arbeiten willst, brauchst du allein dafür schon mehr als 500 GB.
    Wie du siehst richte ich auf der Systemplatte immer 2 Partitionen ein. Songdaten gehören nicht auf C:\. Raucht das XP mal ab, sind auch deine Songdaten weg!

Die Installation:

  1. BIOS:

    Zuerst müssen wir ins BIOS, um von CD booten zu können. Dafür während der ersten Bootphase die Taste F2, F12, oder DELETE drücken (das kann auch eine Andere sein, ist bei jedem PC verschieden). Im BIOS gibt es meist ein Hauptmenü “BOOT”. Dort kannst du die Boot-Reihenfolge so einstellen, dass zuerst das CD-Laufwerk nach einem bootfähigen Medium durchsucht wird. Über F10 kann man meist die Einstellungen speichern und das BIOS wieder verlassen.

  2. Start von CD / DVD:

    Der PC bootet nun neu und startet automatisch die Installation von CD. Wenn die Abfrage kommt, wo XP installiert werden soll, hast du auch die Möglichkeit die Festplatten aufzuteilen (Partitionierung), Partitionen zu erstellen,zu formatieren, oder zu löschen. Du hast dir ja hoffentlich schon einen Plan zurechtgelegt, wie du sie aufteilen willst.
    Ist der Rechner noch jungfräulich, kannst du natürlich auch erst einmal das OS installieren und dann unter Windows mit einem speziellen Programm die weiteren HDs formatieren und Partitionieren. Partition Magic von Powerquest z. B. leistet da ganz gute Dienste.

  3. Benutzerkonten:

    Nachdem du etwas später dann aufgefordert wurdest den Lizenzkey einzugeben, kommt die Frage nach einem Kennwort für das Administratorkonto. Wenn du hier nichts einträgst, bootet der Rechner in Zukunft ohne Passwortabfrage. Geht ja schön schnell, aber du arbeitest dann auch immer im Adminmodus, was saugefährlich ist, wenn der PC auch ins Internet soll. Daher hier ein Passwort vergeben UND auch gleich ein Benutzerkonto anlegen. Die Vergabe eines Passwortes für das Adminkonto hat auch noch eine andere Bewandtnis: musst du doch einmal die Reparaturkonsole von Windows nutzen,  um einen Schaden am XP zu beseitigen, fragt diese gnadenlos das Admin-PW ab, egal ob eines vergeben wurde, oder nicht. Hast du keines, ist hier Ende Gelände!

  4. Nun neu booten.

    Ist Windows komplett installiert, solltest du sofort 1 mal neu booten. Bei diesem Vorgang werden noch div. Dateien in ihre richtige Position verschoben. Danach sofort die Bootpartition defragmentieren! Du wirst erstaunt sein, in welchem Chaos Windows die Dateien gespeichert hat.

  5. Treiber installieren:

    Jetzt werden die noch fehlenden Treiber installiert. Die dem Mainboard mitgelieferte Treiber-CD enthält eigentlich immer veraltete Versionen. Hast du dir noch keine aktuellen Treiber besorgt, solltest du das jetzt erledigen. Erst alte Treiber installieren und dann durch neue zu ersetzen ist immer der schlechtere Weg, da oft Datenschrott vom alten Treiber zurückbleibt. Reihenfolge:

    • Mainboardtreiber
    • Graphiktreiber
    • Soundkartentreiber
    • Druckertreiber + sonstiges

    Wichtig: nach jedem installierten Treiber neu booten. Sind alle Treiber drin, solltest du im Gerätemanager nachsehen, ob alle Treiber richtig angezeigt werden, oder noch irgendwelche Fehlermeldungen vorliegen. Dafür: Rechtsklick auf Arbeitsplatz, dann Eigenschaften / Hardware / Gerätemanager. Wenn ja, beseitige sie jetzt.
    Zum Abschluss der Treiberinstallation, wie könnte es anders ein, folgt eine Defragmentierung.

Nun gibt’s noch etwas Feintunig. Für funktionierendes HD-Recording sind einige Änderungen an den Windowseinstellungen zwingend erforderlich. Hierfür brauchst du Administratorrechte (falls du ein Benutzerkonto eingerichtet hast).

  1. Leistungsoptionen:

    Rechtsklick auf Arbeitsplatz, Eigenschaften/ Erweitert/Systemleistung -> Einstellungen/Visuelle Effekte/ dort “Für optimale Leistung” anhaken.

  2. Hintergrunddienste:

    Rechtsklick auf Arbeitsplatz, Eigenschaften/ Erweitert/Systemleistung -> Einstellungen/Erweitert -> Prozessorzeitplanung: dort auf “Hintergrunddienste” umstellen.

  3. Fehlerberichterstattung abschalten: (Empfehlung)

    Rechtsklick auf Arbeitsplatz, Eigenschaften/ Erweitert/ unten rechts auf “Fehlerberichterstattung” / hier auf  “Fehlerberichterstattung deaktivieren” + Haken entfernen bei: “Aber bei kritischen Fehlern benachrichtigen”

  4. Systemwiederherstellung abschalten:

    Rechtsklick auf Arbeitsplatz, Eigenschaften/ Systemwiederherstellung/ hier “Systemwiederherstellung auf allen Laufwerken deaktivieren” anhaken. Die Systemwiederherstellung kann Knackser produzieren, wenn sie gerade eine neue Sicherung anlegt, während du mit deiner DAW arbeitest. Besser ist es eh regelmäßige Backups zum machen.

  5. Ordner Eigene Dateien verschieben (Empfehlung)

    Start / Rechtsklick auf “Eigene Dateien” / Eigenschaften / dort das neue Ziel des Ordners angeben und auf “verschieben” klicken. Als Ziel empfiehlt sich eine andere Partition,  bzw HD.
    Sinn dieser Aktion: Viele Programme, besonders Plugins von z.B. Nativ Instruments speichern eine Menge Daten und Einstellungen in diesen Ordner. Hinzu kommen noch deine eigenen Daten  wie Downloads, etc. Musst du jetzt dein System neu aufsetzen sind diese Daten weg, wenn du sie nicht vorher gesichert hast.

Damit wäre die Installation selbst abgeschlossen. Nun können die Programme folgen. Ich installiere sie immer auf der Systempartition (meist C:\). Bei Plugins, wie oben schon beschrieben, aufpassen, dass du die Sounddateien auf einer eigenen Partition installierst. Das geht eigentlich immer. Mir ist z. Z. kein Plugin / Klangerzeuger bekannt, der diese Möglichkeit nicht bietet. Viele klicken da einfach weiter, ohne zu lesen.

Ich möchte noch ein paar Bemerkungen anhängen:

  1. Hardwareprobleme

    Hast du alles richtig gemacht, sollte dein System sauber laufen. Tut es das trotzdem nicht, könnte ein Hardwareproblem vorliegen. Bei fast allen Softwareherstellern findest du Supportforen, in denen über Inkompatibilitäten geschrieben wird. Nicht selten gibt es Stress mit z.B. Via-Chipsätzen. Da knackt und kracht es im Datenstrom, obwohl alles richtig eingestellt ist. Dann hilft nur eines: MB rausschmeißen + anderes kaufen.

  2. Benutzerkonten

    Viele User halten dieses Thema für ärgerlich, oder überflüssig. Sie arbeiten ständig mit vollen Administratorrechten und surfen damit auch im Internet. Das halte ich für absolut unverantwortlich! Viren und Trojaner können erst dann richtig in Aktion treten, wenn sie ihre Programmsoftware auf deinem Rechner installieren können. Dafür brauchen sie aber die Adminrechte. Arbeitest du aber mit einem eingeschränkten Benutzerkonto, bekommen sie in der Regel diese Rechte erst gar nicht, sie bleiben also wirkungslos.

    Klar, es ist etwas nervig, wenn man Programmänderungen vornehmen möchte und das nur per Starten des Installers mit Rechtsklick tun kann und bei manchen schlecht programmierter Software nur vom Adminkonto aus. Aber ist dein PC erst einmal richtig verseucht und wird zum Zombie, hilft oft nur noch eines: plattmachen! Und zwar nicht nur C:\, weil jede ausführbare Datei infiziert sein kann. Da kann man nur hoffen, dass du regelmäßig Backups gemacht hast, und zwar extern.

  3. Defragmentierer

    Warum überhaupt defragmentieren? Windows speichert Daten leider auf eine für uns ärgerliche Weise: größere Datenblöcke werden auseinandergerissen, um mit den kleineren Teilen die Sektoren der HD besser ausnutzen zu können. Jedes mal nun, wenn ein Programm mit Daten hantiert, werden diese gelesen und anschließend wieder irgendwo auf die HD geschrieben, und zwar in kleinen Teilen, da wo gerade was frei ist. Auf Dauer werden so die Daten immer mehr zerstückelt. Der Lesekopf der HD flitzt wie ein Irrer über die ganze HD, um alle Teile wieder zusammen zu bringen. Bei großen Dateien (Audio- + Videodaten) wird so der Lesevorgang deutlich langsamer, was am Ende bei HD-Recording zu Stottern, Spratzen und Asio-Overload führt. Deswegen muss gelegentlich der Defragmentierer angeschmissen werden, um die Datenfetzen wieder zusammen zu führen.

    Leider ist der von Windows mitgelieferte Defragmentierer schlicht nicht zu gebrauchen. Er verlangt immer mindestens 15 % freien Speicherplatz auf C:\  und die Ergebnisse sind auch eher mäßig. Daher rate ich zum Kauf eines anderen Defragmentierers, z.B. mstDefrag, oder O&O. Beide laufen auch im Hintergrund und arbeiten dann, wenn der Rechner gerade im Leerlauf ist. Startet dann der Sequencer wieder, schalten sie sich ab.

So, das wars erst einmal für heute. Habt ihr Vorschläge worüber der nächste Beitrag gehen soll? Anderweitige Anregungen, oder Kritik? Dann bitte kommentieren. Danke! Keep on rocking!

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Pegel 2: richtig aussteuern, analog

Erstellt von Markus Hausmann am Dienstag 27. April 2010

Heute will ich mich mal dem Thema Aussteuerung zuwenden. Was heißt “aussteuern” eigentlich? Ganz einfach: die korrekte Einstellung des Aufnahme-  oder Wiedergabe-Pegels im gesamten System. Wenn du einen guten Sound auf deiner Aufnahme, deiner Mischung, deinem Livemix haben willst, ist die Einstellung des  richtigen Pegels von grundlegender Bedeutung. Wer hier schlampt, kriegt am Ende nur Müll! Zum Verständnis sollte dir der Begriff Pegel klar sein. Wenn nicht, schau dir vorher meinen Beitrag: “Pegel, was ist das?” an.

Grundsätzlich wird ein guter Pegel von 2 Grenzen bestimmt:

  • nach unten hin vom Rauschen: alles was diese Grenze unterschreitet, versinkt im Rauschen.
  • nach oben hin von Verzerrungen durch Übersteuerung. Alles was eine bestimmte Obergrenze überschreitet, klingt verzerrt und unsauber.

Es ist erst einmal egal, ob du analog, oder digital arbeitest. Diese beiden Eckpunkte gibt es immer, sie sehen nur im Detail anders aus und die Grenzen liegen woanders. Auch lasse ich zunächst die unterschiedlichen Typen von Aussteuerungsanzeigen weg. Dazu kommen wir später.

Wenden wir uns zunächst der Analogtechnik zu, denn das Meiste hier ist auf die Digitaltechnik übertragbar. Folgendes Beispiel: du willst eine Akustik-Gitarre auf Band aufnehmen. Dafür kommt folgende Technik zum Einsatz:

  • 1 Mikrofon
  • 1 Mischpult, der Einfachheit halber ein kleiner Mixer ohne Subgruppen
  • 1 Bandmaschine

Beim Mikrofon ist erst einmal nicht so viel zu beachten, außer die Positionierung und die Vordämpfung. Bist du zu dicht dran, wummert’s böse. Bist du zu weit weg, wird’s leise, dünn und man hört zuviel Raumanteil. Die Vordämpfung sollte bei einer Gitarre aus sein, sonst liefert das Mikro zu wenig Pegel und wir haben den ersten Fehler im System.

Beim Mischpult wird es schon komplexer, da haben wir mehrere Baugruppen:

  • die Eingangsektion mit der Vorverstärkung (Gain)
  • die Kanal-Entzerrung (Channel-EQ)
  • den Kanal-Fader
  • die Master-Sektion mit Masterfader und Aussteuerungsanzeige. Von hier soll’s auf die Bandmaschine gehen.

Deine Abhöre vernachlässigen wir erst einmal. Hat dein Mixer eine SOLO- oder PFL-Schaltung, dann benutze sie jetzt! Drehe den Gain-Regler ganz nach links und drücke die SOLO / PFL-Taste im Inputkanal und beobachte die Aussteuerungsanzeige im Master. Hier wird normaler Weise jetzt der PFL-Pegel des Inputs angezeigt. Größere Mischpulte haben manchmal eine eigene Anzeige für den PFL-Pegel. Lass nun den Gitarristen spielen (das, was später aufgenommen werden soll) und drehe den Gain langsam auf, bis an den lautesten Stellen der PFL-Pegel bei ca. +6 dB liegt. Gleichzeitig musst du das Signal über deine Abhöre auf Sauberkeit kontrollieren. Stimmt alles, kannst du den Kanalfader öffnen (= 0dB)  und den Masterfader langsam hochfahren. Beobachte die Aussteuerungsanzeige an der Bandmaschine. Sie sollte, genau wie der PFL-Pegel in den Spitzen +6 dB nicht überschreiten. Nun könntest du die Aufnahme starten.

Hat dein Mixer keine SOLO oder PFL-Schaltung (Homerecording), wird das ganze etwas fummeliger, aber nicht unmöglich. Um den Gain zu justiern musst du dann erst den Kanalfader + Masterfader auf 0dB stellen. Achtung: Abhöre leiser drehen. Könnte sonst das Trommelfell, oder die guten Beziehungen zu den Nachbarn kosten! Nun den Gain einstellen und dabei die Aussteuerungsanzeige im Master beobachten.

Bei der Bandmaschine ist schon mehr Vorsicht gefragt. Hier ist das Bandmaterial selbst der begrenzende Faktor. Ein Signal unter -35 bis -40dB versinkt schnell im Bandrauschen, wenn kein Dolby zur Hand ist. Nach oben hin beginnen die Übersteuerungen weich. Erst ab 3% Signalanteil werden sie deutlich hörbar, man spricht auch von 3% T.H.D. (Third Harmonic Distortion). Wo hier die genaue Grenze liegt, hängt vom verwendeten Bandmaterial und der Maschine ab. Ebenso von der Einmessung der Maschine. In den Spitzen darf man meist schon mal +6dB berühren. Ein Dauerpegel in dieser Stärke ist aber eine garantierte Übersteuerung und mit Sicherheit hörbar. Ganz abgekochte Jungs nutzen diese Übersteuerungsgrenze ganz bewusst um  “Sound zu machen”. Dabei fährt man den Pegel dicht an die Übersteuerungsgrenze heran in die so genannte Bandsättigung. In diesem Bereich, kurz vor der richtigen Übersteuerung, arbeitet das Band nicht mehr so ganz linear. Das klingt dann ein bisschen wie ein Multibandkompressor und hat in bestimmten Fällen durchaus seinen Reiz.

Noch was Allgemeines: analoge Mischpulte / Mixer sind heute recht übersteuerungsfest. Hier kann und soll man also hohe Pegel fahren, ohne gleich Angst vor Übersteuerungen zu haben. Aber Vorsicht: qualmende Kondensatoren und OP-Amps schreien eher nach Feuerlöscher, als nach Plattenvertrag. Wenn du den Channel-EQ einsetzt, musst du auch wieder den Gesamtpegel im Blick haben. Hebst du einen Frequenzbereich deutlich an, steigt somit auch der Gesamtpegel im Kanal! Es kann durchaus passieren, dass zu wilde EQ-Einstellungen eine Korrektur des Gains bedingen, sonst zerrts.

Die Mischung: hier gilt natürlich das gleiche für alle Kanäle. Jeden Kanal zu Beginn korrekt einpegeln! Diese Arbeit musst du dir schon machen, willst du keinen Klangbrei abliefern. In großen Tonstudios sind Bandmaschinen und Mischpult korrekt auf einander eingemessen (sollten sie!). Kommt also 0dB vom Band liegen auch wirklich 0dB am Pult an. Das erspart ne Menge Arbeit. Live ist das natürlich anders.

Und jetzt beginnt der Pegelkampf: hast du die Inputs sauber eingepegelt, geht während der Mischung ständig der Blick zum Master. Bei 32 aktiven Inputsignalen, alle Fader oben, gibts schnell ne Übersteuerung im Master. Also nicht Gain, sondern Kanalfader runter. Hat man aber gerade seinen Traum-Drummix erstellt, wirds ärgerlich. Daher erfand der Mischpultgott die Subgruppen (Subgroup). Einfach alle Drum-channels mit den Effekten auf eine Subgroup geroutet und schon ist das Problem gelöst.

Im Studio kommt es im Master auf einen hohen guten Pegel an. Der ist so in der Mischung schnell erreicht. Live ist das schon anders: hier kann bei voll aufgerissenem Masterfader schon mal das Holz von der Bühne kippen. Anschließend kommen die Bullen wegen Ruhestörung …
Manchmal hab ich schon gesehen, dass die Gains runtergeschraubt wurden und der Master oben blieb. Das ist falsch! Zieh einfach den Master runter, egal ob er dann bei -30dB steht. Der Sound wird in den Channels gemacht. Da sind eventuell auch Kompressoren, oder Gates insertet, Effekte werden angesteuert und die brauchen einen ordentlichen Pegel.

So, das soll´s erst einmal gewesen sein. Und wie immer: über Kommentare, Anregungen und Hinweise würde ich mich freuen. Alle Texte in diesem Blog sind nur für private Zwecke gedacht. Keine anderweitige Veröffentlichungen ohne meine Genehmigung. Danke.

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Mikrofonie 3, Kondensatormikrofon

Erstellt von Markus Hausmann am Mittwoch 21. April 2010

So, nach ein paar Wochen Zwangspause geht´s nun weiter. Heutiges Thema: das Kondensatormikrofon.

Das Kondensatormikro ist z. Z. das leistungsfähigste Mikrofon. Es ist hoch empfindlich, hat einen sehr geraden Frequenzgang, meist sehr wenig Eigenrauschen und ist deshalb im Tonstudio das am häufigsten eingesetzte Mikro. Auch im Livebereich findet man es sehr oft, da aber eher die Kleinmembran-Version für z.B. Overheads, Hihat, Streicher, etc.

Doch zuerst wollen wir uns mal die Konstruktion ansehen.

Das Prinzip des Kondensatormikrofons

Prinzip des Kondensatormikros

Eine hauchdünne Membran, meist aus einer metallbedampften Kunststofffolie wird so vor eine Metallplatte montiert, dass ein winziger Luftspalt dazwischen bleibt. Die Membran fungiert als Elektrode, die Metallplatte als Gegenelektrode. Beide zusammen bilden einen Kondensator wobei der Luftspalt als Dielektrikum, also als Trennschicht dient. An beide Elektroden wird nun eine Spannung angelegt, durch die sie elektrisch aufgeladen werden. Ist die Ladung groß genug, überwindet sie den Luftspalt und es fließt ein Strom. Je kleiner der Abstand der Elektroden zueinander ist, desto kleiner der zu überwindende Widerstand und desto höher der Stromfluss.

Wenn jetzt also Schallwellen auf die Membran treffen und diese in Schwingung versetzen, verändert sich der Abstand zwischen den Elektroden und somit  im gleichen Maße der fließende Strom. Nun brauchen wir nur noch eine Verstärkerschaltung, die aus dem winzigen fließenden Strom ein brauchbares Signal macht. Und fertig ist das Kondensatormikrofon!

Der Vorteil dieser Konstruktion liegt in der sehr geringen Masse der Membran. Nur eine hauchdünne Folie, ohne klobige Schwingspule, die mitgeschleppt werden muss. Dieses Mikro reagiert viel genauer und feiner auf die Schallwellen, als das Tauchspulenmikro.

Nachteil: dieses Mikro braucht eine Versorgungsspannung, die sogenannte Phantomspeisung. Ohne die läuft hier garnix! Die Kapsel und die Verstärkerelektronik verlangen danach. Auch ist diese Konstruktion viel aufwändiger und somit teurer. Die hohe Empfindlichkeit verlangt aber bei Sprache und Gesang immer einen Popschutz und bei Außeneinsatz immer einen Windschutz.

Dafür bekommt man ein Mikrofon mit hervorragender Klangtreue. Moderne Kondensatormikros vertragen auch enorme Schalldrücke und sind somit fast überall einsetzbar. Es gibt grundsätzlich 2 verschiedene Arten: Großmembran- und Kleinmembranmikros. Von außen schon leicht zu erkennen: die Kleinmembranmikros sind schlank, wie eine Zigarre und werden meist von vorn besprochen. Die Großmembranmikros sind wesentlich größer und dicker und werden in der Regel von der Seite besprochen.  Sie klingen voluminöser, voller, eher wärmer, als die Kleinmembraner, obwohl beide Typen tiefe Frequenzen gleichermaßen gut übertragen. Das hat was mit der stärkeren Richtwirkung der großen Membran zu tun. Dafür klingen die Kleinmembranmikros noch leichter und neutraler und sind somit noch besser für die Darstellung der hohen Frequenzen geeignet.

Als Faustregel kann man also sagen: überall wo es um gute Darstellung besonders auch der Tiefen geht, nimmt man eher ein Großmembranmikro. Und immer wenn es um die feinen Obertöne geht und die Bässe nicht so wichtig sind, greift man zum Kleinmebraner.

Noch ein paar Beispiele gefällig? Bitte:

  • Kontrabass: Großmembran
  • Vocals: Großmembran (klingt wärmer + oberhalb 9 kHz ist bei der Menschlichen Stimme eh Schluss)
  • Cello: Großmembran
  • Akustikgitarre: Kleinmembran
  • Violine, Bratsche: Kleinmembran
  • Hihat + Overhead: Kleinmembran

Diese Liste ist natürlich noch längst nicht vollständig, wäre auch viel zu lang für diesen Beitrag. Aber sie gibt vielleicht einen Eindruck von den Einsatzmöglichkeiten.

Die Richtcharakteristik von Kondensatormikrofonen ist sehr unterschiedlich. Am weitesten verbreitet ist die Niere. Bei Kleinmembranmikros ist sie meist fest, bei Großmembranern oft variabel.  Viele Hersteller arbeiten mit 2 Mikrofonkapseln, oder durchbohrter Grundplatte (siehe Zeichnung) um andere Richtcharakteristiken zu erreichen, wie Kugel, Acht, Superniere, etc.

Doch der Unterschiede noch nicht genug, bei den Großmembranern gibt es auch noch verschiedene Verstärkertypen: Transistor, oder Röhre. Röhrenverstärker klingen etwas wärmer, etwas weicher in den Höhen, haben eine eigenen Charakter. Transistorverstärker klingen neutraler, klarer, etwas offener. Als das Kondensatormikro in den 30er Jahren von Georg Neumann erfunden wurde, hatten alle Mikros einen Röhrenverstärker. Die Dinger klangen damals schon so gut, dass man sie glatt noch heute einsetzen könnte. Es ist also keine Frage von gut oder schlecht, sondern nur von Soundvorlieben. Es gibt Tonleute die schwören auf Röhre und wollen im Studio nichts anderes gelten lassen. Und wie alle Radikalinskies liegen sie falsch! Röhrenmikros können einer Stimme, oder einem Instrument das gewisse Etwas verleihen, aber wenn man Allen das gewisse Etwas gibt, kriegt man am Ende keine gute Mischung mehr hin.  Dazu aber an anderer Stelle mehr.

Nahezu alle Kondensatormikrofone verfügen über einen Vordämpfungsschalter (Pad), mit dem man die Empfindlichkeit des Mikros meist um 10 bis 20dB absenken kann. Das ist bei besonders lauten Schallquellen äußerst wichtig, um ein sauberes Signal zu erhalten. Diese Vordämpfung wird z.B. bei Blechbläsern, oder Schlagzeug eingesetzt, im Gegensatz zu Vocals, oder Akustikgitarren. Hier muss sie natürlich raus, weil sonst der Pegel zu niedrig ist und man sich beim Aufholen des Signals nur unschönes Rauschen einhandelt.

Ich möchte hier noch kurz auf eine weitere Unterform der Kondensatormikros eingehen: das Elektretkondensatormikro . Hier verwendet man eine andere Kapselkonstruktion, bei der die elektrische Ladung in der Kapsel quasi eingefroren wurde. Dafür wird ein spezieller Kunststoff in einem starken elektrischen Feld eingeschmolzen und wieder ausgehärtet und so richten sich die Moleküle nach diesem Feld dauerhaft aus. Jetzt werden die Membran und die Gegenelektrode mit diesem polarisierten Material beschichtet und schon haben wir einen Kondensator mit dauerhafter Ladung. Auch wenn für die Kapsel keine externe Spannung mehr benötigt wird, braucht man doch immer noch den Verstärker und der braucht Strom. Also Phantomspeisung, oder (eher selten) Batterie. Generell sind diese Mikros nicht schlechter als die anderen, so baut z. B. Shure nach eigener Aussage nur Elektretkondensatormikros und alles Weitere gilt genauso wie oben.

So, das soll´s erst einmal gewesen sein. Und wie immer: über Kommentare, Anregungen und Hinweise würde ich mich freuen. Alle Texte in diesem Blog sind nur für private Zwecke gedacht. Keine anderweitige Veröffentlichungen ohne meine Genehmigung. Danke.

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Baustelle

Erstellt von Markus Hausmann am Sonntag 4. April 2010

Hallo liebe Leser,

es ist vollbracht! Der Teckiblog ist nun erfolgreich umgezogen und hat auch gleich noch ein Facelift erhalten. Wie die meisten von euch wohl bemerkt haben, ist die offizielle Adresse gleich geblieben. Die ganze Aktion hat technische Hintergründe:  im alten Verzeichnis waren keine Änderungen am Layout erlaubt, auch Widgets und Statistiken nur bedingt einsetzbar … zum testen okay, aber sonst nix für mich. Und frisch geht’s weiter!

Presslufthammer-Bbbbernhard

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Mikrofonie 2, Bändchenmikrofon

Erstellt von Markus Hausmann am Mittwoch 31. März 2010

Zu den Dynamischen Mikros gehört auch das Bändchenmikrofon. Es war eine Zeit lang aus der Mode gekommen, da es zwar deutlich empfindlicher als das Tauchspulenmikro, aber weit hinter den Leistungsdaten eines Kondensatormikros zurück blieb. Seit einiger Zeit aber bringen immer mehr Hersteller überarbeitete und deutlich verbesserte Versionen dieses Typs auf den Markt, die durchaus eine interessante Alternative zu den Kondensatormikros darstellen. Doch erst einmal zur Konstuktion:

Zwischen 2 Permanentmagneten wird ein hauchdünner Streifen Aluminiumfolie (das Bändchen) aufgehängt. Guckst Du hier:

Das Bändchenmikro

Treffen Schallwellen auf dieses Bändchen, wird es zwischen den Magneten hin und her bewegt. Diese Bewegung induziert nun eine kleine Spannung in dem Bändchen, wie beim Tauchspulenprinzip in der Spule. So weit, so gut. Doch schon hier beginnen die Schwierigkeiten:

  1. Leider ist diese Spannung viel zu klein für einen normalen Mikrofoneingang am Mischpult. Der Wirkungsgrad (Empfindlichkeit) des Mikros liegt bei 1mV / µbar. Das ist nur halb soviel, wie beim Tauchspulenmikro.
  2. Das Bändchen hat einen sehr geringen Widerstand von nur 0,1 Ohm. Es wird also ein Trafo notwendig der den Widerstand auf die üblichen 200 Ohm erhöht.

Die passive Lösung: die meisten Hersteller verwenden einen speziellen Übertrager und schlagen so 2 Fliegen mit einer Klappe. Er erhöht die Spannung und den Widerstend des Mikros. Oft hat dieser Übertrager ein Wicklungsverhältnis von 1 zu 30 und mehr. Das heißt: auf seiner Sekundärseite befindet sich die 30-fache Anzahl an Wicklungen, wie auf seiner Primärseite. Allerdings nimmt die Qualität dieses Übertragers entscheidenden Einfluss auf den Klang des Mikros.

Die aktive Lösung: nur wenige Hersteller benutzen eine elekronische Schaltung um diese Probleme zu lösen. Eigentlich liegt dieser Gedanke nahe, denn heutige Mikrofonvorverstärker (Preamps) haben alle Phantomspeisung und so kann man ein aktives Bändchenmikrofon wie ein Kondensatormikro betreiben.

Bändchenmikrofone sind so genannte Schnelle-Empfänger oder auch Druckgradientenempfänger, im Gegensatz zu Tauchspulenmikros (Schalldruckempfänger). Schnelle-Empfänger werden durch die Druckunterschiede vor u n d hinter dem Mikro angeregt. Dadurch ergibt sich eine Acht als Richtcharakteristik. Konsequenz: man kann das Mikro sowohl von vorne, als auch von hinten besprechen. Auch lassen sich Störquellen gut bei einem Winkel von 90° ausblenden (z.B.: dröhnender Rechner im Heimstudio, oder Nachbarn, die gegen die Wand hämmern und “Ruhe!” brüllen).

Wenn man sich die Zeichnung ansieht, kann man sich denken, dass Bändchenmikrofone sensibler sind als Tauchspulenmikros. Das Bändchen hat viel weniger Masse als so eine relativ steife Membran mit ‘ner Tauchspule dran. So ergibt sich ein guter linearer Frequenzgang, ähnlich wie beim Kondensatormikro und ein starker Nahbesprechungseffekt. Bändchenmikros werden gerne für Aufnahmen von Stimmen eingesetzt, da diese sehr voll und doch durchsichtig klingen. Auch sagt man ihnen sehr seidige Höhen nach, was z. B. Saiteninstrumenten gut tut.

Es ist aber auch Vorsicht geboten im Umgang mit  Bändchenmikros. Harte Erschütterungen nehmen sie richtig übel und man sollte nie direkt auf das Mikro pusten, das kann das Bändchen beschädigen. Also immer einen Popschutz benutzen und mindestens 30 cm Abstand! Ein weiterer Punkt: die passiven Bändchenmikros vertragen meist keine Phantomspeisung! Kommt auch nur für den Bruchteil einer Sekunde eine Spannung beim Bändchen an, brennt es durch. Somit sind diese Mikros reine Studiomikros und für den harten Live-Einsatz völlig ungeeignet.

Und noch was: bei diesem Mikrofontyp gibt es eine Besonderheit. Es hat ja eine “bidirektionale” Charakteristik, die Acht. Nun könnte es eigentlich egal sein, von welcher Seite man es bespricht. Aber Vorsicht: die beiden Seiten arbeiten gegenphasig! Steht ein Sänger/Sprecher vor der Rückseite dieses Mikros und trägt er einen Kopfhörer, kann es zu Auslöschungen und damit zu einem als hohl oder dumpf empfundenen Klang kommen. Aber nur für den Sänger / Sprecher, denn er hört sich selbst einmal direkt und einmal gegenphasig über den Kopfhörer. Abhilfe schafft: Mikro umdrehen (von vorne besprechen), oder im Mischpult den Phasendreher betätigen. Wohlgemerkt: das Problem besteht nicht für die Aufnahme, sondern nur für den Sänger.

So, das war’s mal wieder. Und wie immer: über Kommentare, Anregungen und Hinweise würde ich mich freuen. Alle Texte in diesem Blog sind nur für private Zwecke gedacht. Keine anderweitige Veröffentlichungen ohne meine Genehmigung. Danke.

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Mikrofonie 1, dynamisches Mikrofon

Erstellt von Markus Hausmann am Mittwoch 24. März 2010

Eigentlich ist die Funktionsweise eines Mikrofons recht einfach: Man hat in jedem Fall eine Membran, die klein und leicht beweglich ist. Diese Membran wird durch Schallwellen in Bewegung versetzt und diese Bewegungen werden in elektrische Impulse umgewandelt. Die Art und Weise dieser Umwandlung ist unterschiedlich und so gibt es verschiedene Grundtypentypen mit deren Untergruppen:

  • Dynamische Mikros
    • Tauchspulentyp
    • Bändchen-Mikros
    • Kohlemikro (veraltet)
  • Kondensatormikros
    • Elektret-Kondesator- Mikros
  • Kristal- oder Piezoelektrische-Mikros (nur noch selten verwendet)

In den ersten Teil wollen wir uns nur mit dem dynamischen Mikrofon befassen. Am weitesten verbreitet ist das Tauchspuhlenmikro, daher werde ich mich erst einmal darauf konzentrieren.

Beim Tauchspuhlenprinzip ist an einer kalottenähnlichen Memebran eine Spule befestigt, die in einem schmalen Luftspalt über einen Permanentmagneten eintaucht (daher der Name). Ich hab mal eine Schnittzeichnung eingefügt:

das Tauchspulenprinzip

Die Schallwellen treffen auf die Membran (hier von links) und setzen diese in Bewegung. Da die Spule (hier blau) mit ihr fest verbunden ist, bewegt sie sich in dem Luftspalt um den Magneten (grau)  hin und her.  Diese Bewegung induziert nun eine Spannung  in ihr (Physik, Induktionsgesetz), die man dann verstärken kann. Der Amplitudenverlauf dieser Spannung verhält sich analog zu den Schallwellen, daher können wir die Schallquelle am anderen Ende wieder hörbar machen.

Randbemerkung: das Ganze ist natürlich sehr klein, denn je weniger Masse die Membran-Spule-Konstruktion hat, desto genauer und sensibler ist das Mikrofon. Spannend daran ist, dass dieses Prinzip umkehrbar ist: ein Lautsprecher besteht prinzipiell aus genau den gleichen Komponenten, nur sind diese viel größer. Verstärkt man nun die vom Mikrofon gelieferte kleine Spannung zigtausendfach und jagt sie in den Lautsprecher, hören wir genau das, was das Mikro aufgenommen hat.

Dynamische Mikros nach diesem Prinzip nennt man auch Schalldruckempfänger, da der Schall hier von vorne “drücken” muss, sonst passiert nix. Dafür sind sie von hinten sehr unempfindlich, was zu der häufigsten Richtcharakteristik, der Niere führt. Auch sind diese Mikros sehr robust und einigermaßen klangtreu, daher findet man sie auch überwiegend im Live-Bereich. Sie sind sehr übersteuerungsfest, vertragen also hohe Schalldrücke und man kann sie deswegen gut für Schlagzeug, Blechbläser und alles, was richtig laut ist  einstzen. Allerdings reicht der Frequenzgang konstruktionsbedingt nicht so weit hoch, oft ist bei 12 – 14 kHz Schluss, so dass sie eben nicht so durchsichtig klingen.

Berühmte Vertreter dieser Gattung sind z.B. das SM 58 von Shure, das MD421 + MD441 von Sennheiser, oder das AKG D12 um nur ein paar zu nennen.

Das Tauchspulenprinzip ist schon sehr alt. Tauchspulenmikros sind etwas impulsträge, da die Membran doch eine gewisse Masse hat und obendrein noch fest mit der Spule verbunden ist. Das alles will erst mal bewegt werden. Da man schon immer um möglichst große Klangtreue bemüht war erfand man dann das Bändchenmikrofon. Doch dazu im nächsten Blog.
Und wie immer: über Kommentare, Anregungen und Hinweise würde ich mich freuen. Alle Texte in diesem Blog sind nur für private Zwecke gedacht. Keine anderweitige Veröffentlichungen ohne meine Genehmigung. Danke.

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